Beobachtungen in Amerika

Diese Woche war ich für ein paar Tage geschäftlich in den USA. Über Chicago O´Hare nach Kalamazoo geflogen und von dort aus mit einem Kollegen drei Werke besucht. Gestern wieder retour und heute morgen kurz vor sieben wieder in Düsseldorf gelandet.

Im Süden von Michigan kann man die Auswirkungen der aktuellen Krise hautnah sehen: An jedem zweiten Haus steht eine Werbetafel für einen der Kandidaten bei der bevorstehenden Präsidentenwahl. Das ist ja an sich nicht bemerkenswert, wären an den anderen Häusern nicht auch Schilder zur Strasse hin. Auf denen steht allerdings weder “Obama” oder “McCain”, sondern “For Sale”. Das ist schon ziemlich bedrückend, man hat den Eindruck dass fast jeder dort von der Krise unmittelbar betroffen ist und sein Haus verkaufen muss.

Und dann hört man von den amerikanischen Kollegen täglich das Update über die aktuellen Wertverluste ihrer 401K-Pensionspläne. Da wird einem echt übel. Und die Aktionen von Regierungen und Nationalbanken verpuffen im nichts, kaum dass sie bekanntgegeben werden. Frustrierend.

Ich hatte auch das zweifelhafte Vergnügen, die Kandidatendebatte dieser Woche live bei CNN – zumindest in Auszügen (bin irgendwann eingeschlafen) – sehen zu dürfen. Danach würde ich mich sehr wundern, wenn der nächste Präsident McCain hiesse. Und damit ist alles zu diesem Thema gesagt.