Archive for June, 2008

seltsame Follower bei Twitter

Von Zeit zu Zeit ist es ratsam, mal seine Follower bei Twitter zu überprüfen.

Ich habe heute zum Beispiel eine Reihe von Followern geblockt, die ich zum einen nicht kannte (kann ja mal passieren), bei denen aber das Verhältnis zwischen following und followed total ausser Balance war. Ausserden einige, die etwas – ähem – seltsame Tweets von sich geben. Was für ein Interesse hat jemand an meinen Tweets, der über 89.000 Twitterern folgt? Ist ähnlich wie die Broadcast-Mentalität, die Cem letztens aufgefallen ist.

Unter Umständen ist das ein neuer Spielplatz, um Spam-Aktivitäten vorzubereiten. Also: wachsam bleiben!

Wann bekommt man denn eine Mail, dass jemand einem folgt und wann nicht? Die geblockten Accounts sind mehr oder weniger alle ohne Benachrichtigung in meine Follower-Liste reingekommen.

Enterprise 2.0

Cem fragt, was Enterprise 2.0 ist, und hier eine definitive Antwort:

Enterprise 2.0 - Geek and Poke

via Oliver Widder

Business-Webs ersetzen Unternehmen

so heisst es heute in der FAZ.

Interessante Thesen von Don Tapscott:

Wir stehen an einem historischen Wendepunkt der Geschäftswelt, an der Schwelle zu dramatischen Veränderungen der Organisation, Innovation und Wertschöpfung. Offene, vernetzte Unternehmen setzen auf Kollaboration als neue Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit.

Über Wettbewerbsvorteile durch Kollaboration im Internet:

Die Kosten der Kollaboration zwischen Unternehmen sinken im Internet. Unternehmen, die weiterhin alles allein machen wollen, fallen im Wettbewerb zurück.

Über das Überkommen des “not invented here” zum “stealing with pride”

Die Motivation kommt aus der Innovation – egal, ob sie von innen oder von außen kommt. Die Abkürzung NIH (Not invented here, zu Deutsch: nicht hier erfunden) wurde dort umgetauft in PFE (Proudly found elsewhere, zu deutsch: Mit Stolz woanders gefunden).

Über das Eindringen der Digital Natives in die Unternehmen und verpasste Chancen:

Die Manager sollten die Web-2.0-Anwendungen zuerst selbst nutzen – ein Facebook-Profil einrichten, ihr Wissen bei Wikipedia einbringen oder ein eigenes Blog schreiben. Danach sollten sie junge Menschen einstellen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. In Amerika drängt diese Net-Generation gerade auf den Arbeitsmarkt. Aber was tun die Unternehmen? Das Gegenteil. Sie verbieten Facebook, weil sie glauben, ihre Mitarbeiter verschwendeten dort ihre Zeit.

Über Organisationsmodelle:

Große, zukunftweisende Unternehmen nehmen zunehmend selbstorganisierende Modelle an, um die Kosten zu senken oder die Produkteinführungszeiten zu verkürzen. Unternehmen wie IBM oder Eli Lilly haben Selbstorganisation zu einer Schlüsselkomponente gemacht.

aber Hierarchien werden bleiben:

Es gibt sie aus guten Gründen. Und auch in selbstorganisierten Unternehmen gibt es immer Hierarchien.

Natürlich stehen diese Modelle noch am Anfang,

Doch es gibt Vorzeigeunternehmen. In Deutschland gehören BMW oder Dresdner Kleinwort, die Wiki-Technologien einsetzen, zu den Vorreitern. Im Handel ist Best Buy klarer Vorreiter. Procter & Gamble ist unter den Konsumgüterherstellern führend. Unter den Regierungen ist Kanada vorn.

Ein ausgesprochen guter Artikel mit guten Beispielen, was heute schon möglich ist.

Interessante Beobachtung

Warum muss ich bei einer Band, die Héroes del Silencio (Helden der Stille) heißt, immer das Autoradio auf maximale Lautstärke drehen, wenn ihr Lied “Entre Dos Tierras” gespielt wird? Ist doch seltsam, aber andererseits fetzt die Nummer so, daß ich nicht widerstehen kann.

Für alle an den Bildschirmen draußen:



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